Aktuelles aus dem Arbeitsgebiet Lehrplanentwicklung für allgemeinbildende Schulen

  1. Ziele und inhaltliche Orientierungen für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe
  2. Vorbereitung einer Lehrplanrevision
  3. Mitarbeit in den Lehrplangruppen

1. Ziele und inhaltliche Orientierungen für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe

Im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Thüringer Oberstufe zum Schuljahr 2008/2009 hat das Thüringer Kultusministerium dem ThILLM den Auftrag erteilt, Lehrplanhinweise zu erarbeiten. Diese folgen den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II (vgl. KMK-Vereinbarungen zur Gestaltung der gymnasialen Oberstufe in der Sekundarstufe II vom 02.06.2006, S.6).
Die darin formulierten Vereinbarungen gehen von einem veränderten Anforderungsniveau des Fachunterrichts aus und formulieren die nachfolgenden Ziele für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe:

Daraus erwächst die Notwendigkeit einer Präzisierung der Zielformulierungen und Inhalte in den Thüringer Lehrplänen für die Qualifikationsphase der Thüringer Oberstufe. Diese Funktion sollen Materialien erfüllen, die bis Schuljahresende am ThILLM unter Einbeziehung von Lehrerinnen und Lehrern erarbeitet werden. Sie formulieren für die Klassenstufen 11/12 (bzw. 12/13 für das berufliche Gymnasium) nunmehr Ziele im jeweiligen Fach auf grundlegendem bzw. auf erhöhtem Anforderungsniveau.
Folgende Kriterien bestimmten die Erarbeitung der vorliegenden Ziele und inhaltlichen Orientierungen im jeweiligen Fach:

Die Lehrplanhinweise sollen für alle Fächer bis Mai 2008 dem Thüringer Kultusministerium vorgelegt werden.

2. Vorbereitung einer Lehrplanrevision

Angesichts aktueller nationaler und internationaler Entwicklungen sind auch die Thüringer Lehrpläne für die Fächer der allgemeinbildenden Schulen auf den Prüfstand zu stellen. In diesem Kontext ist der Auftrag des Thüringer Kultusministeriums an das ThILLM ergangen, die Lehrplanrevision für die Lehrpläne aller Fächer der Grundschule, der Regelschule und des Gymnasiums einzuleiten.
In diesem Zusammenhang geht es darum, sowohl nationale und internationale Entwicklungen - wie z.B. die Einführung Nationaler Bildungsstandards - als auch die Ergebnisse der Lehrplanimplementation und -evaluation in Thüringen angemessen zu berücksichtigen.

Folgende Fragestellungen werden dabei u.a. eine Rolle spielen:

Die Beantwortung dieser Fragen wird die Lehrplanrevision und die neuen Lehrpläne maßgeblich prägen.
Die konzeptionelle Grundlage für die Lehrplanrevision wird beschrieben in s.g. Leitlinien. Sie bilden gleichermaßen das Prüfkriterium für die Ermittlung des Revisionsbedarfs und die verbindliche Orientierung für die Überarbeitung der einzelnen Lehrpläne im Gesamtverfahren. Die Leitlinien sind das Ergebnis eines intensiven Arbeits- und Diskussionsprozesses am ThILLM, für den auch externe Expertise eingeholt wurde. Exemplarisch sei hierfür das im Mai 2006 durchgeführte Lehrplanforum genannt.
Für die Lehrplanrevision ist ein zeitlich gestaffeltes Verfahren vorgesehen, das ab Herbst 2008 sukzessive alle Fächer der Grundschule, der Regelschule und des Gymnasiums einbezieht.

3. Mitarbeit in den Lehrplangruppen

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer sind zur Mitarbeit in den Lehrplangruppen aufgerufen.
Für die einzelnen Fachlehrpläne ist eine Erarbeitungszeit von 2 Jahren vorgesehen.

Die Tätigkeit umfasst:


Die Mitarbeit in einer Lehrplangruppe erfordert:

Für die Mitarbeit in den Lehrplangruppen werden Lehrerinnen und Lehrer gesucht, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

Für die Mitarbeit in einer Lehrplangruppe werden bis zu drei Lehrerwochenstunden Arbeitszeit angerechnet. Für die Arbeit der Lehrplangruppen soll der Freitag unterrichtsfrei gehalten werden.

Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien
Elke Michalek
Heinrich-Heine-Allee 2-4
99438 Bad Berka